Mathe-Expertin rät zur Vorsicht vor Dyskalkulie-Gutachten

Warum dein Kind vermutlich ein einfach zu lösendes Problem mit dem Mengenverständnis hat (+ die Gefahren, zu früh auf Dyskalkulie zu schließen)

Aktualisiert am

In meiner Vorstellung sehe ich all die kleinen Kinder in der Grundschule, die mit dem Etikett “du kannst nicht rechnen” versehen werden und für die damit der begonnene Leidensweg dennoch kein Ende nimmt…

Ich werde hier gar nicht weiter auf die verschiedenen Definitionen, die es dafür gibt, eingehen, sondern meine Erfahrungen mit Kindern, die diese Diagnose erhalten haben, schildern:

Mein Name ist Christine Strauss-Ehret und seit über 20 Jahren bin ich in der Bildungsbranche tätig – angefangen als Förderschul- & Grundschullehrerin. 

Dabei habe ich erkannt, dass die Matheprobleme meist an einem grundlegenden Rechen- und Mengenverständnis liegen. Deshalb habe ich die Würfelhaus-Methode entwickelt, die schon über 900 Grundschulkindern geholfen hat, Mathe mit Spaß und Leichtigkeit zu meistern.

Bei meiner Arbeit begleite ich fast ausschließlich Eltern mit Kindern, die Probleme beim Rechnen zeigen (darunter waren auch schon viele Kinder mit besagtem Gutachten) und ich stelle immer wieder erstaunt fest, dass die Eltern den Lehrern wirklich glauben, wenn diese behaupten, dass das Kind das Problem ist.

Das Kind kann nicht rechnen, verwechselt die Zahlen, rechnet alles mit den Fingern, braucht zu lange, braucht viele Hilfestellungen, will trotz ständigem Üben einfach nicht verstehen, schreibt schlechte Noten etc.

Wenn mir die Eltern dann erzählen, wie und womit das Kind gelernt hat, welche Übungen es machen musste, wie fleißig es bisher übte und wie deprimiert das Kind jetzt gerade sei, weil es sich für dumm hält – bin ich meist erst empört, dann tief traurig.

Wer ist der Sündenbock? Das Kind und vielleicht auch noch die Eltern, die nicht genug geübt haben? In vielen Fällen ist dies nicht wahr.

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Was sind die Gründe?

Wenn Grundschulkinder das Rechnen nicht lernen, liegt es oft am Unterricht, wie die Inhalte vermittelt werden oder an den Lehrbüchern – oft auch eine Mischung aus allem.

 

Ein weiteres Problem ist, dass Schulen oft nicht richtig verstehen, was Kinder wirklich lernen müssen. Was ist wirklich wichtig und was ist überflüssig oder macht das Lernen nur schwerer?

 

Die Schulen halten sich zu sehr an strikte Lehrpläne, nach dem Prinzip, dass alle Kinder am Ende alles können sollten.

 

Aber warum eigentlich? Macht das Sinn?

 

Schon in der 3. Klasse kommen Kommazahlen, Maßeinheiten, Umrechnungen und Textaufgaben dran, mit denen sogar einige Erwachsene Probleme haben. Es ist also nicht überraschend, dass es für viele Kinder hart ist, besonders wenn die Grundlagen noch nicht sicher sitzen.

 

Kein Wunder, dass sich Eltern und Lehrkräfte nach einer Lösung sehnen…

 

Nach einer plausiblen Erklärung für all das Nichtverstehen von Mathe (trotz gut gemeinter Erklärungen), für die Sorgen und tränenreichen Nachmittage.

Ist Dyskalkulie die Rettung?

Das Gutachten “Dyskalkulie” bescheinigt den Eltern: “Mein Kind ist nicht zu dumm, es kann nichts dafür, es ist einfach krank!”

 

Nein, ist es eben nicht!

 

Bitte liebe Eltern und Lehrkräfte wacht auf!

 

DAS KIND IST NICHT DAS PROBLEM!

 

Schaue dir mal in aller Ruhe die Hefte und Bücher deiner Kinder in Mathe an. Und dann hinterfrage, wie ihnen Mathe vermittelt wird bzw. wie das Kind das Rechnen lernt.

 

Können da auch Kinder mitkommen und verstehen, die nicht ohnehin schon alles in Mathe können? 

 

An welcher Stelle ist das Kind ausgestiegen und warum? 

 

Was braucht es, damit es verstehen kann?

Ich habe einfach mal "Dyskalkulietest" gegoogelt…

… und bin dabei auf rund 105.000 Ergebnisse gestoßen. Ich wusste gar nicht, dass es so viel zu diesem Thema zu lesen gibt! 

 

Aber klar, wenn ein Kind Probleme beim Rechnen hat, dann muss es wohl getestet werden. 

 

Doch auf was genau?

 

Darauf, ob das Kind eine mathematische „Störung“ hat, oder ob es nicht „intelligent“ genug ist, oder welche Schwierigkeiten es beim Rechnen genau zeigt? 

 

Und die noch größere Frage: Was bringt eine Testung überhaupt?

 

Dieser Artikel soll dazu beitragen, betroffene Eltern „wachzurütteln“.

 

Ein Gutachten ist für die meisten Kinder meiner Meinung nach nicht wirklich eine gute Lösung. Die Nachteile überwiegen… 

 

Fangen wir von vorn an:

 

Wenn ein Kind auf „Rechenschwäche“ oder „Dyskalkulie“ getestet wird, dann muss ein Erwachsener diese Testung veranlassen. 

 

Ergo muss jemand bemerken, dass das Kind Probleme beim Erwerb bestimmter Rechenkompetenzen hat.

 

Wem fällt so etwas auf und wo? 

 

Mir fällt da an erster Stelle die Schule ein.

 

So war es auch bei Marlene (und übrigens Dutzenden anderen “Dyskalkulie-Kindern”, die ich begleitet habe…)

 

Ich lernte Marlene kennen, als sie bereits in der 2. Klasse war, ein „Dyskalkulie-Gutachten“ hatte sie aber schon seit Ende der ersten Klasse.

 

Dieses Gutachten war von einem Psychologen erstellt und beinhaltete eine Menge Zahlen und standardisierte Werte. 

 

Das Ergebnis war eindeutig: Marlenes Leistungen in Mathe entsprachen nicht der „Norm“, sondern waren unterdurchschnittlich.

 

Wie kam Marlene zu diesem Gutachten?

 

Schon zu Beginn der 1. Klasse kam Marlene beim Rechnen nicht richtig mit. Sie zählte alle Aufgaben von vorne aus, brauchte sehr lange, war unsicher und konnte nicht einschätzen, ob die Ergebnisse auch richtig waren. Klar, sie waren meist falsch, denn Marlene zählte die erste Zahl einfach noch mal mit.

 

Bsp.: 4+3: 1,2,3,4 (und jetzt war sie beim 4. Finger) plus 1,2,3 (1 war der 4. Finger noch mal) ergab für Marlene 6.
Die anderen Kinder in der Klasse konnten inzwischen alle bis 20 rechnen (auch wenn einige davon auch noch abzählten), aber Marlene lag einfach zu weit zurück.

 

Ein klarer Fall für die Lehrerin:

 

Marlene musste wohl die Rechenprobleme der Mutter geerbt haben… (Wie bitte?!)

 

Sie empfahl bereits in der ersten Klasse die Erstellung eines Gutachtens. Nach einer als ‚erfolgreich‘ bezeichneten Testung über mehrere Sitzungen hinweg, lag schließlich das Ergebnis vor:

 

Marlene hat eine „Dyskalkulie“.

Die Konsequenzen des Gutachtens (über die KEINER spricht)

Die Lehrerin von Marlene gab ihr, sobald die Testergebnisse vorlagen, nur noch leichtere Aufgaben. 

 

Denn was der Test nicht aussagt: Was genau die Problemstelle im Rechnen ist, was der nächste Lernschritt wäre  und vor allem: WIE Marlene üben soll.

 

Daher “durfte” sie in ihrem Tempo lernen. Was bedeutete, dass sie so weitermachte wie bisher.

Dadurch, dass Marlene kein Verständnis für Mengen und Zahlen besaß, tat sie einfach das, was sie auch schon im Kindergarten übte: Vorwärts- und Rückwärtszählen.

 

Marlene verstand also gar nicht, was sie da rechnete, sie konnte die Zahlen nicht miteinander in Verbindung setzen und demzufolge wusste sie nie, ob sie nun die Aufgabe richtig ausrechnete oder falsch.

 

Den Klassenlernstand aufholen? NIEMALS. Nicht daran zu denken!

 

Das Gutachten bewirkte (auf den ersten Blick) eine Entlastung für Marlene und auch für ihre Eltern. 

 

Klar, weniger Stress bei den Hausaufgaben und in der Schule – aus Sicht der Lehrerin. Noch einfachere Übungen. Keinen Druck mehr, hinterherzukommen (denn der Zug ist ja eh abgefahren)…

 

Doch was der Dyskalkulietest Marlene eindeutig bescheinigte, war, dass sie nicht gut rechnen kann. 

Für Marlene war das eine Katastrophe. Sie entwickelte einen hartnäckigen Glaubenssatz und sagte die herzzerreißenden Worte:

"Mama, ich bin zu dumm zum Rechnen".

Dementsprechend war sie ängstlich, gestresst und zweifelte an sich selbst.

(Besonders in den ersten Lebensjahren hat dies psychische Auswirkungen, die uns bis in unser Erwachsenenalter begleiten).

 

Die Mutter gestand mir im Gespräch, dass sie selbst auch unter einer Rechenschwäche litt.

 

Sie konnte mit ihrer Tochter nicht üben und das machte sie hilflos und abhängig von der Meinung der Lehrerin.

 

Zudem plagten sie Schuldgefühle, weil sie annahm, dass ihre Tochter diese Rechenprobleme wohl von ihr geerbt hatte.

Marlene schämte sich…

Als ich Marlene Mitte der 2. Klasse kennenlernte, war sie schüchtern. 

Sie schämte sich, dass sie immer noch bis 10 rechnete und wollte nichts sehnlicher, als genauso gut rechnen können wie ihre Klassenkameraden. 

Dadurch stand Marlene permanent unter Stress. 

Und dieser war durch das Gutachten nicht weg. Nein, im Gegenteil.

Ich fragte sie ein paar einfache Fragen, an deren Antworten ich sehen konnte, ob Marlene bereits ein Verständnis für Mengen und Zahlen bis 10 entwickeln konnte.

Mit diesen Fragen konnte ich sofort einschätzen, wie gravierend die Rechenprobleme von Marlene wirklich waren. 

Und vor allem: Was die Ursache der Probleme war.

Für mich war sofort klar: Marlene brauchte eine andere Lernmethode. Ich leitete Marlenes Mutter mit meinem Würfelhaus-Konzept an und sie übte mit ihrer Tochter fleißig nach Plan.

Nach nur 7 Wochen konnte Marlene nicht nur sicher bis 10, sondern auch bis 20 und sogar bis 100 rechnen!

Marlene war wie ausgewechselt. Sie freute sich über ihre Erfolge! Ihr Selbstbewusstsein bekam endlich wieder neuen Aufschwung…! 

Marlenes Lernverlauf zeigt deutlich: Dyskalkulie oder Rechenschwäche muss nicht sein! Hat ein Kind laufen und sprechen gelernt, ist es auch in der Lage, rechnen zu lernen!

Endlich eine Zwei !

Wir haben gaaaanz tolle Nachrichten! Marie hat ihre erste benotete Lernstandserhebung in Mathe geschrieben!!!!
Und: Maria hat eine 2bekommen! Wir sind alle soooo glücklich!!!

 

Petra Vogel
Mutter von Marie

Lennard rechnet wieder gerne

Vielen, vielen Dank nochmals für die tolle Unterstützung. Sie haben mir sehr geholfen diese Zeit gemeinsam mit meinem Kind positiv zu überstehen ! Mittlerweile rechnet mein Sohn bis 20 und das ohne Schwierigkeiten! Und vor allem, was besonders wichtig ist: Mit großer Freude an der Mathematik!

 

Valentina Klingersdorf
Mutter von Lennard

Meine Tochter hatte Schwierigkeiten

Meine achtjährige Tochter und ich arbeiten seit einem Jahr mit dem Würfelhaus-Konzept, die Lehrerin hat uns dieses
Konzept empfohlen.
Meine Tochter hatte wirklich Schwierigkeiten sich Zahlenmengen vorzustellen, aber jetzt kann sie im Zahlenraum 100 bereits im Kopf plus-Aufgaben selbständig rechnen.
Meiner Tochter macht Mathe richtig Spaß und ich bin ein Fan von Ihrem Konzept. Ich möchte mich hier auf diesem Weg bedanken, da wir beide jetzt sehr entspannt mit der Schule umgehen können.

 

Mari Johann
Mutter von Sina

Was kannst du als Elternteil jetzt konkret tun?

Falls dein Grundschulkind Schwierigkeiten in Mathe hat, Dyskalkulie im Raum steht (oder bereits attestiert wurde) gibt es eine einfache Lösung:

Ich veranstalte am kommenden Dienstag den kostenlosen „Zahlenheld-Workshop“

Dort zeige ich dir die simple Würfelhaus-Methode, mit der ich Marlene und über 900 Kinder in ganz Deutschland begleitet habe.

Es ist das Schritt-für-Schritt-System, mit dem dein Kind zum selbstbewussten “Zahlenheld” wird, wieder Freude am Lernen hat & spielend in der Schule mithalten kann – für mehr gemeinsame Momente, statt „Hausaufgaben-Stress!”

Wenn du > HIER KLICKST< findest du alle weiteren Infos zum Workshop und kannst dich kostenlos anmelden.

Deine Christine Strauss-Ehret

Hey, mein Name ist Christine Strauss-Ehret.

 

Wenn ich nicht gerade Eltern und Lehrern zeige, wie mit der Würfelhaus-Methode ihren Kindern & Schülern das Rechnen leichter fällt, reite ich oder sitze ich einfach bei meinen 3 Pferden.

 

Seit über 20 Jahren bin ich in der Bildungsbranche tätig – angefangen als Förderschul- & Grundschullehrerin habe ich Kinder mit schweren Rechenproblemen unterstützt.

 

Dabei habe ich erkannt, dass das Problem meist an einem grundlegenden Rechen- und Mengenverständnis liegt. Deshalb habe ich die „Würfelhaus-Methode“ entwickelt, die schon unzähligen Kindern geholfen hat, Mathe mit Spaß und Leichtigkeit zu meistern.

 

Die Kinder hatten mit diesem Konzept plötzlich schnelle Erfolge. Es verbreitete sich in Windeseile in der Schullandschaft und ich hielt Hunderte Vorträge und Workshops.

 

Und alle waren begeistert davon, wie einfach das Rechnen für Kinder sein kann und mit wie viel Freude und Begeisterung die Kinder lernten.

 

Was mich antreibt?

 


Das Funkeln in den Kinderaugen, wenn es “Klick” macht – und Eltern dabei zu unterstützen, ihren Kindern in Mathe helfen zu können – für schöne gemeinsame Momente statt Hausaufgaben-Stress.

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